Alzheimer-Früherkennung: Die Netzhaut scheint offenbar für mehrere Erkrankungen ein guter Spiegel dessen zu sein, was im Gehirn passiert.

Erst kürzlich haben wir hier über einen Augenscanner berichtet, mit dem zerebrale Malaria anhand retinaler Veränderungen diagnostiziert werden kann. Und jetzt ist schon wieder ein neues Einsatzgebiet für diese Untersuchungsmethode in Sicht: Künftig soll es einer Studie zufolge möglich werden, mittels eines hochauflösenden Scanners Beta-Amyloid-Ablagerungen in der Retina zu erkennen. Amyloid Plaques gelten als eine der Hauptmerkmale der Alzheimerkrankheit.

Da die retinalen Plaque-Ansammlungen offenbar mit der Menge an Beta-Amyloid-Plaques in bestimmten Arealen des Hirns in Beziehung stehen, wäre das eine gute Grundlage für die Früherkennung von Alzheimer. Also u. U. schon Jahre bevor der Betroffene überhaupt die ersten Symptome aufweist.

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Mein Fazit

Das könnte definitiv ein interessanter Ansatz werden, der die einfache und routinemäßige Früherkennung von Alzheimer ermöglicht. Bleibt dann nur die Frage, was tun mit einer frühzeitigen Diagnosestellung? Was hat das für Auswirkungen auf die Betroffenen und deren Angehörige, so lange es keine Heilung für diese in der Regel fortschreitende Erkrankung gibt? Eine Frage, die sicher nicht nur Mediziner zu beantworten haben…

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