Illustration eines Menschen mit Adiposita, der sich an einen Ergometer lehnt
© Pixabay

Den Kampf gegen die Pfunde nehmen gerade zu Beginn eines neuen Jahres viele Menschen mit Adipositas immer wieder auf. Die guten Vorsätze sind bekanntlich schnell wieder dahin. Ein Pflaster könnte hier bald helfen.

Weniger oder anders Essen und mehr Bewegung beinhalten die meisten Konzepte zur Gewichtsreduktion. Dauerhaft sind sie aber leider oft nicht erfolgreich. Auch die Lösungen der pharmazeutischen Industrie haben bislang keinen Durchbruch erzielt. Ein völlig neuer Ansatz, den Forscher aus Singapur verfolgen, schürt bei Diät-Resignieren neue Hoffnung.

Die Idee

Über ein mit Mikronadeln gespicktes Pflaster werden Wirkstoffe, ein Beta-3-Adrenorezeptoragonist und das Schilddrüsenhormon Trijodthyronin, transdermal verabreicht. Sie sollen laut den Wissenschaftlern das weiße Fett, das bekanntlich Energie speichert, in braunes Fett, das Energie verbrennt, umwandeln.

Bislang wurde das Pflaster an Mäusen getestet. Den Tieren wurde das mit den Wirkstoffen beladene Pflaster dabei nur für zwei Minuten appliziert. Währenddessen wurden die Wirkstoffe freigesetzt.

Das Ergebnis

Die Mäuse wurden trotz fettreicher Nahrung nicht dick, sondern verloren innerhalb von 4 Wochen sogar 30% ihrer Fettmasse. „Bereits innerhalb von fünf Tagen, wandelte sich das Fettgewebe rund um die Nadeln um und sorgte für eine erhöhte Energieverbrennung“, so die Wissenschaftler.

Das Besondere an diesem Anti-Adipositas-Ansatz

Laut der Forscher sind nur geringe Wirkstoffmengen nötig, die außerdem ganz gezielt an den Stellen angebracht werden könnten, wo Pölsterchen schmelzen sollen. Damit assoziiert sei vermutlich auch ein geringeres Nebenwirkungsrisiko im Vergleich zu einer oralen und damit systemischen Medikation. Und dass diese, wenn man an Orlistat denkt, teils äußerst unangenehm sein können, ist hinlänglich bekannt …

Mein Fazit

Illustration Arzt misst Bauchumfdang eines Patienten mit Adipositas
© Pixabay

Bei Adipositas handelt es sich um eine chronische Erkrankung, an deren Folgen laut WHO heute mehr Menschen sterben als an Mangelernährung. Daher sind alle innovativen Ansätze, die betroffenen Menschen helfen können, höchst willkommen.

Dieses Pflaster befindet sich derzeit noch in einem präklinischen Stadium. Aber die Idee, gezielt aus schlechtem (weißem) Fett, das sich bevorzugt am Bauch bildet, gutes also braunes Fett, das Energie verbraucht, zu machen ist innovativ und damit ein echter Hoffnungsschimmer für Menschen mit Adipositas, die schon unzählige gescheiterte Diätversuche hinter sich haben.

Share