Bereits letztes Jahr habe ich über die Entwicklung dieser außergewöhnlichen App des Münchner Startups VisionHealth berichtet. Nun ist es endlich so weit: Die Therapiehilfe Kata ist die erste umfassende, rein digitale Behandlungsunterstützung, die ab sofort Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen begleitet. Das Besondere: KI trainiert Patienten für einen effektiven Gebrauch ihrer inhalativen Medikamente.

Logo Kata App
©VisionHealth GmbH

Hintergrund zur Entwicklung von Kata®

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) leiden weltweit 600 Millionen Menschen an chronischen Atemwegserkrankungen, jedes Jahr versterben 3,5 Millionen Menschen an den Folgen. Gründerin und CEO Dr. Sabine Häußermann betont: „All diese Patienten haben mit einem signifikanten Problem zu kämpfen. Der Erfolg ihrer Behandlung hängt maßgeblich von der korrekten Handhabung ihrer Inhalatoren ab. Bis zu 90% der Patienten begehen laut aktuellen Studien allerdings mindestens einen Fehler bei der Anwendung. Deshalb bieten wir jetzt die Lösung, die die Genauigkeit bei der Dosis und das Adhärenz-Management tatsächlich verbessern kann.“

Von Experten entwickelt

Um dies zu erreichen, entwickelt VisionHealth die digitale Therapiebegleitung bereits von Beginn an mit der Unterstützung von Experten, die tagtäglich mit dem Problem zu tun haben: Patienten und Ärzten. „Als ich von VisionHealth und Kata® hörte, wurde ich sofort neugierig.“ Frank Hennemann, Patient mit Alpha-1-Antitrypsin-Mangel und leidenschaftlicher Motorradfahrer, hat sich als Beiratsmitglied bei VisionHealth in die Entwicklung der Therapiehilfe eingebracht. „Seit ich die App dann ausprobiert habe, will ich sie nicht mehr missen. Ich habe im Gegensatz zu früher jetzt eine deutlich bessere Lebensqualität!“

VisionHealth Core Team: Das Kernteam des Münchner Startups VisionHealth: A. Sivris, Dr. S. Häußermann, M. Seyffertitz, P. Kroneberg (v.l.n.r.) ©VisionHealth GmbH

Das Einzigartige an Kata

Die App gibt Rückmeldung zum Inhalationsmanöver der Patienten, ohne dass ein medizinischer Experte vor Ort oder per Ferndiagnose in dieser Situation unterstützen muss. Dies funktioniert allein mit dem Smartphone des Patienten, ohne den Bedarf zusätzlicher Geräte. Dazu bedient sich VisionHealth modernster Technologien und hat einen speziellen Algorithmus entwickelt. Neben KI künstlicher Intelligenz kommen außerdem auch Augmented-Reality-Elemente zum Einsatz.

Was Kata sonst noch bietet:

Neben der automatischen Schulung der Inhalation bietet Kata® folgendes:

  • Erinnerungsfunktion
  • Ermunterung für Therapietreue
  • Informationen zur Krankheit
  • Informationen zu Wetter und Pollenflug.

Zudem bieten Tagebuchfunktion und Kontrolltests einen Überblick über den Verlauf der wichtigsten Krankheitswerte. Patienten erhalten überdies einen persönlichen Support von Experten per E-Mail oder Telefon.

Das Gesundheitstagebuch gibt einen Überblick über den Verlauf der wichtigsten Krankheitswerte ©VisionHealth GmbH

Blick in die Zukunft

Heute funktioniert die Lösung bereits für die gängigste Form des Inhalationssprays, das sogenannte MDI (Metered Dose Inhaler), auch Dosieraerosol genannt.

Die Enthusiasten bei VisionHealth geben sich damit noch lange nicht zufrieden. „Wir werden unsere Technologie für alle Gerätetypen weiterentwickeln, sodass jeder Patient Kata® ungeachtet seines verschriebenen Medikaments verwenden kann. Langfristig werden wir außerdem eine umfassende Plattform zur Unterstützung des Patienten in allen Problemstellungen seiner Therapie zwischen den Arztbesuchen schaffen. Dabei schaffen wir einen Kontaktpunkt von Patienten miteinander und mit ihren Berührungspunkten im Gesundheitssystem. Um den chronisch Erkrankten ihren Alltag zu erleichtern, binden wir unterschiedlichste Partner ein und streben eine Förderung durch Krankenkassen an.“, so Geschäftsführer Philipp Kroneberg .

Außerdem soll Kata langfristig in der Lage sein, sogar schon die Anzeichen von Exazerbationen (Verschlechterungen des Krankheitsbilds) zu erkennen. Das wäre dann ein weiterer Meilenstein, um frühzeitig ins Krankheitsgeschehen eingreifen und im Idealfall Krankenhausaufenthalte verhindern oder wenigstens abmildern zu können.

Mein Fazit

Technisch betrachtet ist die App eine Klasse für sich. Durch modernste Technologien wie KI sorgt sie für eine effektivere inhalative Medikamenteneinnahme. Zudem ermöglicht sie mit verschiedensten Funktionen rund um die Krankheit eine Therapiebegleitung zwischen den Arztbesuchen. Es gibt ja inzwischen einige digitale Therapiebegleiter, aber Kata® bietet schon heute außergewöhnliche Funktionen. KATA ist kostenfrei im Apple App Store und Google Play Store erhältlich ist.

Für Menschen, die auf inhalative Medikamente angewiesen sind, ist die App sicher eine wertvolle Therapiebegleitung. Wir bleiben auf alle Fälle am Ball und sind schon sehr gespannt, wie sich die Lösung weiter entwickeln wird.

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