Tropische Temperaturen während der Sommermonate werden in unseren Breitengraden immer mehr zur Realität. Die jüngste Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 40 Grad und darüber haben wir zwar hinter uns, aber die nächste kommt leider mit ziemlicher Sicherheit. Weil enorme Hitze für immer mehr Menschen eine kritische gesundheitliche Belastung darstellt, greifen wir das Thema einmal auf und stellen euch die mobile Mini-Klimaanlage, die Sony jüngst etwickelt hat, vor.

Unlängst stand in der Ärzte Zeitung zu lesen, dass ein Hausarzt aus Gummersbach eine regelrechte Hitzevorsorgestrategie für seine Praxis entwickelt hat, um Patienten vor den Folgen hoher Temperaturen wie Hitzeerschöpfung und Hitzekollaps zu schützen. Tatsächlich ist gerade für ältere und / oder chronisch kranke Menschen die Hitze eine ganz besondere Belastung.

Die gängigen Methoden, um Räume zu kühlen, sind neben dem Verdunkeln bekanntlich Ventilatoren und Klimaanlagen. Um den Körper vor Austrocknung zu schützen hilft nur eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Soweit die Standards heute.

Zukünftig könnte eine mobile Mini-Klimaanlage, die am Körper getragen wird und mit deren Hilfe die Temperatur individuell geregelt werden kann, eine im wahrsten Sinne des Wortes „coolere“ Lösung sein. Die japanische Firma Sony ist nämlich gerade dabei, ein derartiges System zu entwickeln.

So funktioniert die mobile Mini-Klimaanlage

Das nur 85 Gramm leichte Gerät wird in der Rückentasche eines speziellen Unterhemds platziert.

Es bläst aber nicht wie herkömmliche Klimaanlagen kalte Luft auf den Körper, sondern beeinflusst durch einen elektrischen Stromfluss den Wärmetransport. Experten sprechen vom sog. Peltier-Effekt. Beim Peltier-Effekt, der nach dem französischen Uhrmacher Peltier benannt ist, handelt es sich um einen thermoelektrischen Effekt, bei dem in einem aus zwei verschiedenen Metallen bestehenden Leiterkreis an den Lötstellen bei Stromfluss entweder Wärme entsteht oder entzogen wird.

Elektronisch steuern lässt sich die Temperatur über eine dazugehörige Smartphone-App. Möglich ist eine Kühlung um bis zu 13° C.

Mittels App lässt sich die Temperatur um 13° C runterfahren ©Pixabay

Mein Fazit

Ein tragbares System, mit dem jeder seine ganz individuelle Wohlfühltemperatur selbst regulieren kann, wäre schon ziemlich „heißer Scheiß“. Derzeit hält der Akku der mobilen Mini-Klimaanlage allerdings wohl nur eineinhalb Stunden durch. Aber Sony entwickelt das Ding ja noch weiter und will dann zunächst mit Hemden in drei Herren-Größen zu Preisen ab umgerechnet 105 Euro an den Markt gehen. Geplant ist, dass das System 2020 zunächst in Japan erscheinen wird, also – wenn alles klappt – genau rechtzeitig zu den Olympischen Sommerspielen in Tokio. Wenn sich das Gerät durchsetzt, wäre es sicher auch attraktiv für Patienten in Krankenhäusern und für Bewohner von Altenheimen. Wir sind gespannt und verfolgen die weitere Entwicklung.

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