*Werbung – unbezahlt – wegen Namensnennung / Verlinkung*

Zukünftig sollen Blutzuckermessungen mit dem mobilen D-Pocket über ein nicht-invasives Verfahren möglich sein. Der große Bruder dieser Technik, das D-Base (ein Tischgerät) hat sich bereits auf dem Markt erprobt und weißt laut klinischer Studie eine vergleichbare Messgenauigkeit zu etablierten invasiven Verfahren auf. Jede dieser invasiven Methoden ist schmerzhaft und birgt ein Infektionsrisiko an der Einstichstelle, das zukünftig vielleicht vermieden werden könnte.

Präzises und nicht-invasives Blutzuckermessgerät „D-Base“ beweist sich in der Praxis

Wer pikst sich schon gerne 4-6 mal am Tag in den Finger? Ich vermute niemand. Ansätze, den Blutzuckerwert unblutig – und damit schmerzfrei – zu messen, gibt es ja immer wieder. Meine Kollegin hat auf diesem Blog z. B. schon über die digitale Kontaktlinse berichtet, die den Blutzucker über die Tränenflüssigkeit messen will. Die Firma DiaMonTech GmbH hat nun ein Verfahren entwickelt, das den Blutzuckerwert nicht-invasiv mittels Infrarotlicht misst. Laut DiaMonTech GmbH braucht man lediglich den Finger zur Messung auf das Gerät aufzulegen – ähnlich wie beim entsperren des eigenen Handys per Fingerscan. Mithilfe einer optischen Schnittstelle bestimmt das neue Verfahren den Blutzuckergehalt hoch-präzise.

D-Pocket_Blutzuckermessen_healthcareheidi_02
©DiaMonTech GmbH – D-Base Tischgerät

In einer Pilotstudie mit 100 Personen wurde ein mittlerer Fehler (MARD) von 11,3% erreicht mit 99,1% der Punkte in den Regionen A&B eines Consensus Error Grids festgestellt [1]. Somit ist das Ergebnis vergleichbar akkurat wie das von invasiven Messgeräten. Seit März 2019 ist diese neue Art der Blutzuckermessung namens „D-Base“ als Tischgerät in Diabetes-Zentren und Apotheken im Einsatz. Eine Markteinführung für das handlichere Alltagsgerät „D-Pocket“ ist für das Jahr 2020 geplant. Dieses Produkt soll Patienten dann im Smartphone-Format für die tägliche Blutzuckerkontrolle zur Verfügung stehen.[2] 

Börsengang verschoben

Die DiaMonTech plante den Gang an die Frankfurter Wertpapierbörse, der allerdings verschoben wurde. Mit den Erlösen wollte das Unternehmen in die weitere Produktentwicklung insbesondere von D-Pocket, die Aufnahme der Serienproduktion sowie in Marketing und Vertrieb investieren. Die Gesellschaft ist dennoch ausreichend finanziert, um die Entwicklung des „D-Pockets“ weiter voranzutreiben.[3][4]

Mein Fazit

Diabetes ist eine Volkskrankheit. Die Blutzuckerkontrolle ist dabei für Patienten ein „notwendiges Übel“. Alle uns bisher bekannten Messverfahren, die auch valide Ergebnisse liefern, sind invasiv. Das invasive Messen ist mitunter schmerzhaft und birgt ein potenzielles Infektionsrisiko für den Patienten. DiaMonTech hat nach vielen Forschungsjahren ein nicht-invasives Verfahren entwickelt, wodurch Patienten zukünftig ohne Schmerz, durch einfaches Fingerauflegen, ihren Blutzucker messen können. Mit der Einführung des Point-of-Care Models „D-Base“ konnte die Technik in der Diabetologie getestet werden. Die klinische Studie hat die akkurate Messgenauigkeit bestätigt. Somit ist der Weg für das nächste Device „D-Pocket“ bereitet und ich bin mir sicher, dass dieses Produkt ein wichtiges Bedürfnis von  Menschen mit Diabetes anspricht und ihnen ein Teil ihrer Lebensqualität zurückgeben kann.

[1] https://www.diamontech.de/lp-diabetiker?utm_medium=cpc&utm_source=google&utm_campaign=search_db&utm_content=brand&gclid=CjwKCAiAqqTuBRBAEiwA7B66hTFKx4uu06YoqnDzyVBaWSn5EZJ3tBfamC9FG8sBRKQ3ZcuzAlMqMBoCfo8QAvD_BwE; 11.11.2019 10:35 Uhr

[2] https://assets.website-files.com/596ba9a2985b65490eb6d2c9/5db5f26883d31e424d5a0ddb_2019-10-28-Diamontech_PM_Intention%20to%20Float_DE_final.pdf; 11.2019 10:58 Uhr

[3] https://www.boerse-online.de/nachrichten/aktien/medizin-start-up-diamontech-will-an-die-boerse-1028633965; 25.11.2019 10:39 Uhr

[4] https://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/unzureichende-ueberzeichnung-diamontech-verschiebt-boersengang-16505244.html;  27.11.2019 11:01 Uhr

Share