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Das Abhören der Herz- und Lungentöne mittels Stethoskop gehört zu den Standarduntersuchungen beim Arztbesuch. Das elektronische Stethoskop Sanascope möchte künftig medizinischen Laien ermöglichen, sich zu Hause ein Bild vom Gesundheitszustand zu machen, um abzuwägen, ob ein Arztbesuch notwendig ist.

Was ist Sanascope?

Sanascope ist ein elektronisches Stethoskop. Es wird an ein Smartphone angeschlossen und ermöglicht dabei eine hochqualitative Aufnahme der Herztöne- und Lungengeräusche.

Elektronisches Stethoskop Sanascope
Sanascope, das intelligente E-Stethoskop © 2019 Gesundheitssicherheit für Sie und Ihre Familie

Die Bedienung ist denkbar einfach. Die zugehörige App zeigt nämlich ganz genau an, an welchen Stellen auf dem Brustkorb das Stethoskop positioniert werden muss. Mithilfe von künstlicher Intelligenz erkennt und klassifiziert die Analyse App krankhafte Geräusche mit dem Smartphone. Erkennt es ein verdächtiges Geräusch, gibt es eine Empfehlung aus, wie dringend ein Arztbesuch ist. So kann sich jeder bequem von zu Hause ein Bild vom eigenen Gesundheitszustand zu machen.

Screenshot der Analyse App zeigt die Aufsatzpunkte des elektronischen Stethoskops Sanascope zum Abhören der Herztöne
Die App zeigt die Position zum Abhören der Herztöne© 2019 Gesundheitssicherheit für Sie und Ihre Familie
Screenshot der Analyse App zeigt die Aufsatzpunkte des elektronischen Stethoskops Sanascope zum Abhören der Lungengeräusche
Die App zeigt die Position zum Abhören der Lungengeräusche © 2019 Gesundheitssicherheit für Sie und Ihre Familie

Wie zuverlässig ist Sanascope?

Diese Frage können wir aktuell noch nicht beantworten, da wir hierzu noch keine Auskünfte vom Entwickler erhalten haben. Aber aktuell befindet sich das E-Stethoskop eh noch in der Entwicklung. Geplant ist aber, dass es in naher Zukunft auf den Markt kommt. Dann soll es in  Apotheken für ca. 50 Euro erhältlich sein. Die zugehörige Analyse-App soll es kostenlos dazu geben.

The story behind

Lukas Weick, Assistenzarzt der Inneren Medizin, Mitgründer von Sanascope und medizinischer Leiter des Projekts hat uns seine ganz persönliche Geschichte verraten, die ihn auf die eines intelligenten Stethoskops für den Hausgebrauch brachte.

„Begonnen hat das Projekt damit, dass ich selbst eine Lungenentzündung hatte und diese leider mehrfach übersehen wurde. Da ich deswegen die richtige Therapie erst einige Tage später erhielt, war der Verlauf viel schwerwiegender als nötig. Ich erkannte, dass Auskultation nur etwas für erfahrene Ärzte ist, aber dass deswegen viele wichtige Hinweise zuhause übersehen wurden. Im Krankenbett baute ich mir eine eigenes elektronisches Stethoskop und begann meine Auskultation aufzuzeichnen. Ich wusste, dass künstliche Intelligenz sehr gute Ergebnisse in der Mustererkennung hatte und ich erkannte das Potenzial. Auf einem Start-Up-Event traf ich dann meine Informatiker-Kollegen und wir begannen gemeinsam die Auskultation zu demokratisieren um sie für alle und überall möglich zu machen.“

Mein Fazit

Die Anzahl chronisch kranker Menschen steigt kontinuierlich. In Anbetracht der Tatsache, dass es gerade in ländlichen Regionen immer weniger Ärzte gibt, sind derartige Lösungen wirklich wichtig. Man denke bspw. an Menschen mit COPD. Bei Ihnen ist es höchst relevant, Exazerbationen zu verhindern, weil sie den Krankheitsverlauf massiv verschlechtern. Um eine respiratorische Verschlechterung frühzeitig zu erkennen, könnte Sanascope eine ausgesprochen hilfreiche Lösung sein. Wir drücken dem Projekt die Daumen und sind gespannt auf die weitere Entwicklung.

Übrigens habe ich erst kürzlich einen Beitrag über ein intelligentes T-Shirt, das GastroDigitalShirt, geschrieben, mit dem man Geräusche im Bauch abhören kann.

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