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Jeder hat doch hin und wieder mal ein gesundheitliches Problemchen, das er gern medizinisch abklären lassen möchte. Aber sich deswegen gleich stundenlang in ein überfülltes Wartezimmer setzen? „Nee, das ist viel zu zeitaufwändig“, denken sich die einen. Dr. Google fragen? „Nee, zu unpersönlich“, denken sich die anderen. In der Schweiz gibt es nun einen neuen Service namens DoctorChat, der eine medizinische Erstabklärung vom Wohnzimmer aus ermöglicht.

Was ist DoctorChat?

DoctorChat ist eine neue Dienstleistung für die medizinische Erstabklärung, die die Schweizer Krankenkasse KPT zusammen mit dem Telemedizin-Spezialisten Medi24 als Pilotprojekt seinen Versicherten anbietet.

Das Besondere: Der innovative Service verbindet künstliche Intelligenz mit menschlicher Beratung.

Wie funktioniert DoctorChat?

DoctorChat ist so einfach wie das Schreiben einer Nachricht über einen Messaging-Kanal.

Zunächst registriert man sich und gibt dabei seinen bevorzugten Kommunikationskanal an.

Aus 5 verschiedenen Messengerdiensten kann man sich seinen bevorzugten Dienst aussuchen.

„Der innovative Service DoctorChat ermöglicht schnelle medizinische Hilfe – und zwar ganz bequem über die gängigsten Messaging-Kanäle.“, so Catherine Loeffel, Geschäftsleitungsmitglied von der KPT.

Nutzer haben die Wahl zwischen den gängigsten Messaging-Kanälen und entscheiden, über welchen Dienst Sie mit einem Arzt kommunizieren möchten.

Dann geht’s auch schon los: Man tippt einfach seine Gesundheitsfrage ein. Diese wird dann unter Anwendung von künstlicher Intelligenz einem echten Arzt zugeteilt. Die ärztliche Fachperson aus dem Medi24-Netzwerk beantwortet die Frage professionell und in kürzester Zeit auf dem gewählten Kanal.

Via Chat erhalten die Nutzer von kompetenten Ärzten eine schnelle medizinische Ersteinschätzung.

So sieht ein Chatverlauf mit dem DoctorChat aus.

Wo sind die Grenzen von DoctorChat?

DoctorChat ist kein Ersatz für die telemedizinische Beratung und geht weniger in die Tiefe als ein telefonischer Service. Aber die Dienstleistung ist eine sinnvolle Ergänzung zur Telemedizin, und sie ist defintiv eine bessere Alternative zu Internetsuchdiensten mit teils sehr fragwürdigen Ergebnissen.

Der Datenschutz gegenüber der KPT ist selbstverständlich gewährleistet. Die Krankenkasse erhält keinen Einblick in die Nutzer- und Gesundheitsdaten.

Wie kommt DoctorChat bei den Nutzern an?

Im Moment handelt es sich bei DoctorChat noch um ein Pilotprojekt, das ab Mitte Februar bis Ende Juni 2020 läuft. Es gibt erste Erfahrungswerte aus dem Ausland. Diese zeigen schon, dass sich dank des innovativen Services unnötige Arztkonsultationen verhindern lassen. Bis zu 70 Prozent der Anfragen können in einer Chat-Session abgeschlossen werden. Umfragen zeugen zudem von einer hohen Akzeptanz in der Bevölkerung. 96 Prozent der bisherigen Nutzer würden den innovativen digitalen Service ihren Freunden weiterempfehlen.

Mein Fazit

DoctorChat ist eine innovative Lösung, die einen schnellen Zugang zu verlässlichen, ärztlich abgestützten medizinischen Informationen ermöglicht. Unseres Wissens ist das neu und ein derartiger Service in Deutschland noch nicht verfügbar.

Wir sind ziemlich sicher, dass dieser Service vor allem bei berufstätigen Versicherten gut ankommt, weil diese immer weniger bereit sind, ihre kostbare Zeit mit stundenlangem Warten in Arztpraxen zu verbringen. Denn am Ende hat man ja dann doch nur einen 5-minütigen persönlichen Kontakt mit dem Arzt gehabt.

Aus unserer Sicht ist das eine absolut zukunftsfähige Form der Arzt-Patienten-Kommunikation zur medizinischen Erstabklärung. Auch Ärzte profitieren unseres Erachtens davon, weil eben solche Patienten ihnen nicht die Zeit stehlen, die manch andere Patient*innen dringend benötigen. Die Ressourcen im Gesundheitssystem schwinden. Von daher finden wir, dass derartige Lösungen ein enorm großes Potenzial haben.

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