Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Sekunde. Mobile Retter können dabei helfen, die Zeit bis zum Einreffen des Notarztes zu verkürzen und so Leben retten.

Die Zeit, bis wann ein Rettungsdienst spätestens bei einem Notfall eintreffen soll, ist auf Länderebene gesetzlich geregelt. In Baden-Württemberg soll die Hilfsfrist aus notfallmedizinischen Gründen möglichst nicht mehr als 10, höchstens 15 Minuten betragen. Für die Stau-Hauptstadt Stuttgart vermutlich eine realistische Zeit, aber bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand absurd lang, da zählt schließlich jede Sekunde.

Das Smartphone als Lebensretter. © 2017 Mobile Retter e.V.

Und genau hier setzt die Idee von Mobile Retter e. V. an:

Speziell geschulte Ersthelfer, die Mobilen Retter, die sich in unmittelbarer Nähe zum Notfall befinden, werden durch die GPS-Komponente ihrer Smartphones kontinuierlich geortet und nach Wahl des Notrufs 112 durch die Leitstelle automatisch parallel zum Rettungsdienst durch die Mobile-Retter-App informiert. So können qualifizierte lebensrettende Maßnahmen bereits eingeleitet werden, bis der Notarzt eintrifft.

Die genannten Eintreff-Zeiten basieren auf bundesweiten Durchschnittswerten. © 2017 Mobile Retter e.V.

Die Mobilen Retter sind ein tolles Beispiel dafür, wie Digitalisierung und zugehörige neue Technologien (Smartphone und GPS-Ortung) bestehende Prozesse optimieren können, ohne eine Änderung an bisherigen etablierten Strukturen – wie in diesem Fall dem Rettungsdienst – vornehmen zu müssen.

Derzeit ist das System zwar noch nicht bundesweit aktiv. Aber es wird mit Hochdruck an der bundesweiten Ausweitung gearbeitet. Derzeit bereits aktive Kreise und Regionen sind Gütersloh, Germersheim, Unna, Ingolstadt, Emsland/Grafschaft Bentheim, Kleve (im Aufbau) und Osnabrück (im Aufbau).

Das Projekt wurde übrigens unter anderem von der Bundeskanzlerin im Rahmen des Startsocial-Wettbewerbs ausgezeichnet und ist Gesamtsieger der Google Impact Challenge 2016.

Mehr über Mobile Retter gibt es hier und im Video:

Mein Fazit:

Toll! Die Mobilen Retter sind für mich ein super Beispiel dafür, wie neue digitale Tools bestehende Prozesse verbessern und sogar Leben retten können.

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