Beschwerden dokumentieren, den Therapieverlauf festhalten, Tipps bekommen. Mika will das Leben mit der Diagnose Krebs leichter machen. Die App richtet sich gleichermaßen an Patienten und Angehörige.

Diagnose Krebs

Eine Krebserkrankung und ihre Behandlungen stellen eine hohe psychische wie auch physische Belastung dar. Für Patienten und Angehörige. Die Diagnose Krebs wird häufig als ein tiefer Einschnitt in das Leben wahrgenommen. Sie verändert zunächst alles. Der Alltag muss rund um Untersuchungen und Behandlungen neu organisiert werden. Neben körperlichen Beschwerden kämpfen Betroffene auch mit enormen Ängsten. „Warum gerade ich?“, ist eine typische Frage.

Wie unterstützt die Mika-App?

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Mika – wertvoller digitaler Helfer für Krebs-Patienten

Mika ist Mein interaktiver Krebs Assistent. Mika begleitet Betroffene mit einem eigens entwickelten Unterstützungsprogramm, das personalisiert auf die Situation des Patienten angepasst wird.

Über die Mika-App führen Krebspatienten ihr digitales Tagebuch. Therapieverlauf, Gesundheitszustand, Nebenwirkungen… . Mit Hilfe der App kann sich der Patient so besser auf seinen nächsten Arzttermin vorbereiten.

Ergänzt wird die App um Informationen zum persönlichen Krankheitsbild, zur Diagnose, zu Therapien bis hin zu Tipps für eine bessere Bewältigung des Alltags, Ernährungsratschlägen und Entspannungsübungen. So schlägt die App z. B. gezielt Gerichte vor, die bei Verdauungsbeschwerden helfen können.

Mika bietet bereits für 22 Krankheitsbilder konkrete Hilfestellung. Die App wurde in Zusammenarbeit mit der Charité Universitätsmedizin Berlin, dem Universitätsklinikum Leipzig und dem NCT Heidelberg entwickelt. Motivierende Berichte ehemaliger Patienten runden das Angebot ab.

„Mika soll Patienten helfen, mit den Herausforderungen zu leben, die die Krankheit mit sich bringt: Wir können keine Chemo ersetzen, aber für Patienten da sein.“, so die Mika-Gründer Jan Simon Raue und Gandolf Finke.1

Der Patient im Mittelpunkt

Der Patient rückt in den Mittelpunkt und wird mittels digitaler Technologie aktiv in den Behandlungsprozess eingebunden. Mehr als 1.000 Menschen nutzen die App bereits. Für Patienten ist sie Stand heute kostenfrei. Durch Beschlussfassung des Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) Anfang Juli, sollen Ärzte Gesundheits-Apps künftig außerdem wie Arzneimittel als Kassenleistung verschreiben können. Das Gesetz soll 2020 in Kraft treten.

Mein Fazit

Daumen hoch. Die Diagnose Krebs trifft Menschen plötzlich und völlig unerwartet. Angst, Wut, Resignation, vor allem aber Hilflosigkeit bestimmen das Denken, Fühlen und Handeln. Auch während der Therapie ist diese Berg- und Talfahrt der Gefühle noch lange nicht zu Ende. Die Ungewissheit, ob und wie lange man auf die Behandlung anspricht, bleibt. Die Nebenwirkungen kommen. In dieser Zeit ist meines Erachtens jede Form der Unterstützung, die einen durch das veränderte Leben begleitet, hilfreich. Manchmal vielleicht sogar besser in Form einer App als in Form eines hilflosen Menschen.


Digitale Gesundheitslösungen wie Mika haben in klinischen Studien ihren Einfluss auf Therapieergebnisse nachweisen können und werden ihn weiter nachweisen. Damit sind sie als wichtiger Bestandteil in der Patientenversorgung akzeptiert. Mit Hilfe von Gesundheitsdaten entwickeln Start-Ups bundesweit digitale Helfer für Patienten. Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag über die App Kaia2, die helfen will, chronische Rückenschmerzen zu lindern. Oder Kata, für Patienten mit pneumologischen Krankheiten.

1 Gründerszene

2 Kaia dein Begleiter / Kaia – ein Update


*Werbung – unbezahlt – wegen Namensnennung / Verlinkung*

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